Spazierengehen – gut für Körper und Kopf von Ruderern

Credit: Roman Bintang, Unsplash

Während des letzten – oder aktuellen, je nachdem, wann und wo Du diesen Blog liest – COVID19 Lockdowns konnten viele von uns nicht so rudern, wie wir es gewünscht hätten. Auch war es nicht möglich, Fitnessstudios wie gewohnt zu nutzen. Vielleicht bist Du daher auch einer von vielen, die das Spazierengehen wiederentdeckt haben. Viele denken Spazierengehen ist nichts für ernsthafte ernsthafte Sportlerinnen und Sportler. Es ist nicht intensiv genug. Aber stimmt das?

Das Outside Magazine hat einen großartigen Artikel veröffentlicht mit dem Thema: „Walking Is Making a Major Comeback“ von Gloria Liu. Gloria – selbst eine sehr aktive Mountainbikerin – erklärt sehr unterhaltsam und gut recherchiert ihre neu entdeckte Liebe und ihren Respekt für das Laufen bzw. Spazierengehen. Der Artikel hat Feuilletonlänge, also genau das richtige Material für ein entspanntes Wochenende.

Hier sind 3 Gründe, warum Du nach der Lektüre von Glorias Artikel das Spazierengehen noch mehr lieben wirst:

Dein Kopf: Gloria erklärt, wie und warum das Gehen unsere Gedanken lockert.

““Unser Dopamin, unser Serotonin, all die Wohlfühlchemikalien werden beim Gehen freigesetzt. Und das ist nicht nur die Stimmung. Es ist Kreativität, es ist stressabbauend, es senkt das Cortisol – da ist eine Menge Chemie im Spiel.“

Dein Körper: Du wirst eine ganz andere Wertschätzung für so einen alltäglichen Bewegungsablauf wie Gehen erlangen. Wir gehen, weil wir es können.

„Wenn Du mit einem Bein vorwärts trittst, kurz bevor dein Fuß den Boden berührt, werden die Gesäßmuskeln, Kniesehnen und der Quadrizeps aktiviert, um Hüfte und Knie zu stabilisieren. Diese Muskeln bleiben aktiv, während dein Fuß auf dem Boden aufliegt und sich dein Gewicht auf dieses Glied verlagert. Für einen Moment trägt dieses „Standbein“ 100 Prozent deines Gewichts. Während dieser Zeit wird der Wadenmuskel des Standbeins aktiviert, um Knöchel und Knie zu stabilisieren und die Vorwärtsbewegung deines Schwerpunkts über dem Fuß zu steuern. Wenn sich das Gewicht auf deinen Vorderfuß verlagert, lässt das dein Ferse anheben, so dass Du Kraft auf den Boden bringst, wodurch die so genannte Schwungphase des Gehens eingeleitet wird.

An diesem Punkt musst Du deine Hüfte und dein Knie schnell beugen, um deinen Fuß hoch genug vom Boden zu heben, damit Du nicht stolperst. Jetzt werden die Hüftbeuger und die Dorsalflektoren des Sprunggelenks, wie z.B. der vordere Tibialis deines Schienbeins, eingeschaltet, um dein Bein schnell durchzuschwingen. Am Ende des Schwungs steuert deine Kniesehne die Geschwindigkeit deiner Kniestreckung. Dein Fuß kommt dann mit dem Boden in Kontakt, wodurch der Zyklus erneut beginnt.

Der ganze Rest: Im Gegensatz zum Rudern ist das Gehen kein Sport. Es ist so natürlich wie ein Kinderspiel – und das tut uns gut.

„Als Gesellschaft betrachten wir Bewegung als Gegenmittel zu unserem sitzenden, Leben vor dem Bildschirm, in dem wir sitzen, blättern, stressen. Wir dosieren es wie Medizin: Wir wenden Bewegung einmal täglich an. Aber was wäre, wenn Gehen einfach eine Möglichkeit wäre, mehr Zeit unseres Lebens in Bewegung zu verbringen – auch wenn wir noch andere aktive Möglichkeiten haben? In den letzten Monaten habe ich auf Spaziergängen mit weit entfernten Freunden telefoniert, bin spazieren gegangen, um Schreibblockaden zu durchbrechen oder um für schwierige Gespräche zu proben. Ich habe nicht nur trainiert. Mein Leben spielte sich beim Spazierengehen weiter ab.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Bist du während des Lockdown mehr spazieren gegangen? Teilst du Glorias Meinung? Wir freuen uns auf deine Kommentare!

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