Proberudern? Was habe ich davon?

Vor Kurzem habe ich eine Geschichte gehört die mir zu denken gibt.

Ein Bootshändler fragte einen seiner Kunden an, ob er bereit wäre einem anderen Kunden ein früher geliefertes Boot zu zeigen. Der Neukunde wollte – bevor er sich zum Bootskauf entscheidet, einfach bei einem Club in der Nähe proberudern.

Ich kenne diese Praxis sehr gut. Alle Vereine haben dieses Thema und in mehr als 20 Jahren Rudererfahrung gab es nie ein Thema. Gegebenenfalls wurde über die Übernahme von Schäden diskutiert, welche Versicherung aufkommt, oder was bei Havarien passiert. In den meisten Fällen haben sich zwischen den Clubs Freundschaften entwickelt, gemeinsame Ausfahrten oder Anderes.

Proberudern

Hier in diesem Fall – es handelt sich um einen Club in Süddeutschland bekam die war die Antwort auf die Frage – “Dürfen wir bei Euch den Vierer proberudern” die Antwort: “Was haben wir denn davon”.

Was haben wir davon?

Bisher kannte ich ein solches Verhalten zwischen Clubs nicht. Es gibt Wettbewerb, man fighted bei Regatten untereinander aber Ruderclubs die ich bisher kannte waren immer hilfsbereit. “Was haben wir davon” ist eine Antwort die ich noch nie gehört habe. Und ich bin platt.

Hat von Euch schon mal jemand so etwas erlebt? Oder habe ich die Zeiten der zeit übersehen? Lasst mich doch wissen was Ihr denk.

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2 Idee über “Proberudern? Was habe ich davon?

  1. Matthias sagt:

    Was wurde denn als Ausgleich verlangt? Sollen sich Clubs untereinander unkompliziert aushelfen?? Auf jeden Fall. Es ist eine Seuche, dass auch Vereine inzwischen für Kleinstbeträge Rechnugen ausstellen, sobald ein Trainer nur 100m hinter hinter dem Aktiven eines anderen Vereins herfährt oder mal einen Einer ein paar km auf einem Hänger mitnimmt! Das unkomplizierte System der Gegnseitigen Hilfe funktioniert aber nur, solange nicht der Verdacht besteht, dass das ausgenutzt wird. Wenn sich professionelle Akteure einmischen und auf gegenseitige Hilfe von Vereinen untereinander berufen ist das eine Schieflage…. So wie es oben beschrieben ist, geht es bei dem beschriebenen Fall gar nicht um den Umgang von Vereinen untereinander…sondern um eine Händler-Kunden-Beziehung. Wenn ein Bootshändler, der vermutlich nicht selbstlos mit Booten handelt, selbst kein Material zum Proberudern vorhalten möchte (um selbst Kosten zu sparen, und stattdessen erwartet, dass diese Vertriebskosten besser andere Kunden übernehmen könnten) ist die Frage nach Gegenleistung irgendwie schon legitm, Wenn man sich vorher persönlich kennt, kann das noch mal anders aussehen…..Es ist ein deutlicher Unterschied, ob ein Trainer/Verein anfragt, der selbst vor der Kaufentscheidung steht, oder jemand, der mit dem Verkauf Geld verdienen und sich das Geld für Anschauungsmaterial sparen möchte.

    • Tom Wall sagt:

      Lieber Matthias, vielen Dank für Deine Sicht der Dinge. Du hast Recht- man darf zwei Dinge nicht vermischen. Ein Verein tut einem anderen Verein einen Gefallen und lässt “proberudern” weil dieser sich nicht für eine Bootsmarke entscheiden kann. Auch wenn dieser Kontakt von Dritten angefädelt geht es um Vereinshilfe. Was anderes ist es wenn Händler Vereine als Bootspark nutzen. Das kommt allerdings sehr selten vor. Trotzdem ist der “Reflex” .. was ist für mich drin… eine Seltenheit im Rudersport. Übrigens: Die meisten Werften halten einen kleinen Bestand an Booten. Empacher und Filippi halten einen geringen Boostbestand vor, Swift ist in Europa die Werft mit den meisten Booten auf Lager.

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