Historie: Luigi Colani Achter

Viele von uns erinnern sich an das gemeinsame Projekt des Deutschen Ruderverbandes und dem damaligen Star Designer: Der Luigi Colani Achter.

Luigi Colani, Desiner des „Colani Achter“ 1972

Colani und der Deutsche Ruder Coach Karl Adam wollten gemeinsam eine neue Epoche des Achters einleiten. Ziel: Der Gewinn der Olympischen Spiele 1972.  Lutz Colani sollte Karl Adam und dem deutschen Team helfen, in München die Goldmedaille zu holen. Sie alle wollten mit dem Boot Ruder Historie schreiben: Der Colani Achter, 60 Kilo auf 18 m (Foto Credit: Südwestpresse 1972).

Sprechen wir mal über die Historie des Colani Achters:

Ruder Historie: Luigi Colani Achter und die Olymischen Spiele 1972

Der Deutsche Ruderverband und deren Trainer sind spätestens seit Trainer Legende Karl Adam bekannt dafür, bei ihren Booten neue Materialien und neue Systeme zu testen. So auch zu Beginn der Siebziger Jahre. Das Trio um Colani stellte sich die Aufgabe das Bootsgewicht von 105 Kg auf 60 kg zu senken.

Wie finde ich 60 Kilo? Der Luigi Colani Achter

Das war nicht einfach. Colani produzierte mehrer Prototypen und nutzte zum ersten Mal Epoxy Harze und ein ausgeklügeltes System aus Titanrohren.

Renovierter Colani Achter. Credit River and Rowing Museum

Leider waren die „Praxistests“ nicht sehr erfolgreich. Beim ersten Test in der Schweiz wurde festgestellt, dass die Ruderer auf ihren Rollsitzen in der Rollbahn hängen blieben. Colani hatte einen System mit drei Holzschienen realisiert, die in Punkto Parallelität und an Präzision gemangelt habemn, Da ging schief.

 Historie Luigi Colani Achter. Er funktioniert nicht

Auch weitere Test in Süddeutschland konnten die Trainer und die Mannschaft nicht überzeugen. Colani arbeitete an dem Boot bis zu den Zwischenläufen der Olympiade. Wunderschön sah der Ruderachter aus: stromlinienförmig, futuristisch und schnell. Stardesigner Luigi Colani hatte in kurzer Zeit ganze Arbeit geleistet. Doch kaum war das Gefährt im Wasser, sank es wie ein Stein und mit ihm ertrank die Hoffnung auf das ultimative Superboot, mit dem die Ruderer einen Sieg nach dem anderen einfahren würden. Das Projekt wurde fallen gelassen. Empacher stellte schnell ein Boot für die Crew.

So kam das Boot an der Olympiade München nicht zum Einsatz. Schlimmer noch: Das Deutsche Team belegte nur den Platz 5. Auch das ist ein Effect der Ruder Historie des Colani Achters.

Heute muss man sagen, Colani war mit seinen Ideen schon sehr nah an dem heutigen Kunststoffsystem der Boote lag. Er nutzte extrem leichte Titanium Streben, Epoxi Harze, Schäume und Styropor. Alles Materialien die wir heute in Rennbooten einsetzen. Das Boot liegt seit 1995 renoviert im Rudermuseum in Henley.

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