World Rowing President Jean-Christophe Rolland has admitted that the organisation is "highly dependent" on Olympic revenue © FISA/Igor Meijer
Auf Einnahmen von Olympischen Spielen angewiesen. Photo von FISA/Igor Meijer

Nichtsdestotrotz konnte das Ziel von etwa CHF4 Millionen (£3.3 Millionen/ $4.4 Millionen/ €3.7 Millionen) als permanente Ersparnisse für 2020 beibehalten werden. Weltruderverbandspräsident Rolland macht dabei klar, dass das “gegenwärtige Klima des privaten Sponsorings den Verband hochgradig abhängig von Einnahmen von olympischen Spielen und einigen wenigen, internationalen Regatta mache.“  Eggenkamp zufolge gibt es aktuell 3 große Probleme

  • Fehlende Einnahmen vom IOC aufgrund der verschobenen Olympiade
  • Fehlende Einnahmen von (TV-) Übertragungsrechten der normalerweise 2020 stattgefundenen Veranstaltungen
  • Fehlende Einnahmen von Veranstaltern

„Aufgrund der COVID-19 Pandemie ist es möglich, dass FISA aktuell Gefahr läuft ein geringeres Kreditvolumen zu generieren. Insbesondere, sobald Firmen insolvent gehen, an denen FISA Anteilseigner ist.“

Wenn eine große, gut gemanagte Organisation wie FISA mit Problemen zu kämpfen hat, wie sieht dann mit Vereinen weltweit aus? Gibt es lokale Unterstützungen für Rudervereine? Was ist mit den kleinen, lokalen Veranstaltern und Rudervereinen, die zusätzliche Einnahmen durch Verkäufe, Vermietungen von Bootshäusern, Hochzeiten, oder Spenden während Wettkämpfen generieren?

Von einem deutschen Ruderverein habe ich gehört, dass durch die Absage des Karnevals und das Fehlen des Verkaufsstands dort, eine Mindereinnahme von 1200€ entstanden ist. 1200€ die einfach fehlen. Die Hoffnung: Die lokale Verwaltung hat bisher offengelassen ob ein Weihnachtsmarkt stattfindet. „Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass irgendein Markt dieses Jahr stattfinden kann“ erzählte mir Siggi, der Vereinspräsident.

„Die Finanzierung ist ein reales und großes Problem.“ Bob, ein Kapitän aus England, bleibt skeptisch. „Wir haben unsere Aktivitäten drastisch reduziert. Die Motivation und Bereitschaft unserer Mitglieder sind an einen Punkt gelangt, an denen wir große Probleme auf uns zukommen sehen. Wir hatten immer einige Familien, die extra gespendet haben. Momentan kommt aber einfach niemand zum Ruderhaus.“