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Masters Rudern – Ruderbeziehung im Boot

Hallo Tom, ich meine Freundin und ich wollen nächstes Jahr in Linz ein MM2x rudern.Wir sind seit 9 … read more

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Hallo Tom, ich meine Freundin und ich wollen nächstes Jahr in Linz ein MM2x rudern.Wir sind seit 9 Monaten ein Paar. Kann eine Ruderbeziehung im Boot gutgehen?

So wie Richard geht es vielen Sportlern. Auch den Ruderern. Man lernt einen tolle Person aus den gleichen Klub kennen oder Paare entscheiden sich, gemeinsam zu trainieren.

Wie schwer ist es eine Beziehung als Leistungssportler aktiv zu halten? Kann eine Ruderbeziehung im Boot funktionieren? Und vielleicht noch in einem Boot. Es gibt praktisch aus jeder Sportart Beispiele von Sportler – Ehepaare die glücklich zusammen sind. Gibt es dafür ein Geheimnis?

Wenn wir von Paaren im Leistungssport sprechen, dann von Paaren die mehrmals die Woche trainieren. Paare, die an ihre Leistungsgrenzen gehen und eventuell sogar an nationalen und internationalen Wettbewerben teilnehmen.  An der Sporthochschule in Köln gibt es einen Lehrstuhl der all dieses erforscht und Tipps gibt:

Alltagsleben beruhigt

Bringen Sie Ihr Alltagsleben in den Sport. Gönnen Sie sich Zeit mit Ihrem Partner auch ausserhalb der Trainings. Planen Sie bewusst ihre ruderfreie Zeit. Vielleicht reisen Sie gemeinsam zu Regatten an und erkunden Stadt, Land und Leute noch einen weiteren Tag.  Gönnen Sie sich ein schönes Essen oder einen guten Drink. Es muss ja keine Kalorienbombe sein oder Hochprozentiges. Lassen Sie den Protein- oder Magnesiumdrink einfach mal beseite und feiern Sie Erfolge gemeinsam.

Ruderbeziehung im Boot:

Ruderbeziehung, Credit Detlef Seyb-World Rowing

Trainings sind Zündstoff.Die Vorsicht bei gemeinsamen Training. Denken Sie immer wieder an die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau. Zunächst sind die Körper und die Muskelmassen von Frauen und Männern sehrt unterschiedlich. Klar, dass die Leistungsfähigkeit der Männer höher ist. Bevor der Frust hoch wird ” kannst Du nicht etwas mehr Druck aufs Blatt geben..” sprechen Sie über die Trainingsziele. Gerade bei gemischten Mastersbooten ist das ein wichtiger Punkt. Dr. Jeannine Ohlert, Sportpsychologin an der Deutschen Sporthochschule Köln, hält ein unterschiedliches Leistungsniveau für potenziellen Zündstoff echter Beziehungsprobleme: „Wer mit seinem Partner zusammen trainieren will, muss ungefähr auf dem gleichen Leistungsniveau sein. Sonst können die Anpassungsprozesse auf beiden Seiten zur echten Belastungsprobe werden“, so die Expertin. Was nicht bedeuten muss, dass sporttechnisch nichts mehr zusammen stattfindet, ohne dass es in Beziehungsprobleme ausartet. Euer Doppelzweier kann also durchaus gut laufen – verhaltet Euch beim Training einfach so als würdet Ihr mit einem gleichgeschlechtlichen Crewmitglied trainiert.

Trainieren Sie getrennt? Reden Sie über die Trainings. Teilen Sie sich mit und kommunizieren Sie- Lassen Sie Ihren Partner Einblick gewähren in Ihre Trainingssorgen.  Und Hören Sie auch Ihrem Partner zu.

Machtkämpfe sind nicht gut: Zerstörende Wirkung haben Gespräche bei denen es um den erfolgreicheren oder besseren Partner geht. Im Falle eines Konfliktes setzen Sie doch das Rudertraining für ein paar Tage aus und suchen eine Alternative: Joggen oder Indoor Training vielleicht. Ein Spaziergang hilft immer. Die Erfahrung zeigt, dass nach spätestens 20 Minuten ein konstruktives Gespräch zustande kommt.

Mein persönlicher Tipp für Masters?
Masters Paar im 2x, Credit Detlef Seyb- World Rowing

Ich selbst bin 8 Jahre mit meiner Freundin im Masters Mix auf nationalen und Internationalen Regatten gerudert. Es war ein herrliche Zeit.

  • Streiten ist normal: Ehrlicherweise war die Zeit ausserhalb des Bootes angenehmer als innerhalb der Trainings. Wir waren beide sehr Willensstark und sehr konzentriert während der Trainings. Häufig haben wir überreagiert, gemeckert und uns angepflaumt. Ich glaube das ist bei Paaren fast normal. Blieb der Streit im Boot? Nein, aber im Bootshaus. Auf der Heimfahrt haben wir bewusst abgeschaltet.
  • Bewusstsein: Wir waren uns allerdings zu jederzeit bewusst, dass wir trainieren um zu gewinnen. Wir haben das vor jedem Test besprochen.
  • Synergien: Vergiss es. Ein Mixboot ist nicht mit Eiskunstlauf oder Eistanz zu vergleichen. Es hat etwas gedauert – aber letztlich habe ich verstanden, dass meine Partnerin einfach weniger Muskelmasse hatte und deshalb auch früher müde wurde als ich.
  • Training in Grossbooten: Wir haben beide noch in Grossbooten gerudert. Auch im Mix-Booten. Das hat sehr viel Spannung aus der Ruder – Beziehung genommen und wir waren immer wieder überrascht wie gut auch unser 2x lief.
  • Regatta als Event: Egal ob wir an den World Masters waren, an den nat. Meisterschaften- wir sind immer pünktlich angereist um dort auch kulturell etwas zu unternehmen. Das hat uns in unserer Zweisamkeit sehr geholfen.
  • Rudern ist Thema Nr. 1. Es gibt nichts schöneres seine Leidenschaft mit jemanden zu teilen der den gleichen Sport liebt. Rudern war unser Hauptthema – innerhalb der Beziehung.

Wie ist es denn bei Euch? Lebt Ihr in einer Ruderbeziehung? Und wie funktioniert das?

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