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Über Bisse der Rollschienen und andere Probleme

“Bisse” der Rollschienen oder wie man einen Ruderer auf der Straße erkennen kann… Stell dir vor es ist … read more

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“Bisse” der Rollschienen oder wie man einen Ruderer auf der Straße erkennen kann…

Stell dir vor es ist Sommer. Du schlenderst durch die Innenstadt und vor dir steht ein Mann (oder eine Frau, such‘s dir aus) – groß, schlank, sportlich. Er sieht echt gut aus und dann bleibt dein Blick an den Waden hängen. Er trägt Shorts. Die Waden sind das Erkennungszeichen. Blaue und rote Flecken, Narben oder sogar Wunden. Verursacht durch das stetige Kratzen der Rollschienen an den Waden. Da hat definitiv jemand keinen Wadenschutz benutzt.

Wenn man genauer drüber nachdenkt passt der Ausdruck „Biss der Rollschienen“ eigentlich am besten dafür. Manchmal fühlt es sich ja wirklich so an, als würde das Boot einen angreifen. Du drückst deinen Sitz zurück, streckst deine Beine aus, steckst all deine Kraft in den Ruderschlag… aua, genau in diesem Moment. Direkt hinten an der Wade. Und das wird nicht der letzte Ruderschlag für heute sein. Und wie oft wird dein Trainer dir dann auch noch zurufen, dass du deine Beine stärker einsetzen sollst.

Aber wie beheben wir das Problem des “Rollschienenbisses” am besten?

Du hast 2 Ansätze das Problem zu lösen:

  • Anpassung der Rollschiene
  • Verwendung von Wadenschonern

Die kurzfristige Lösung kann darin bestehen, das Stemmbrett zu verstellen. Oder Deine Schuhe höher auf dem Stemmbrett zu platzieren. Wahrscheinlich wird dadurch aber dein Schlag kürzer oder der Winkel vom Blatt wird beim Setzen negativ beeinflusst. Vielleicht denkst du beim nächsten Mal daran deine Waden optimaler zu schützen. Lange Socken tragen, Wadenschoner mitbringen oder Tape zum Schutz der Waden nutzen. Das Tragen von abgeschnittenen alten Socken, kann ebenfalls dabei helfen die Waden zu schonen.

Wichtig ist jedoch, sowohl deine Wunden als auch deine Rollschienen absolut sauber zu halten. Lass deine Wunden am besten offen abheilen, wenn du gerade nicht ruderst und polstere sie sobald du wieder ruderst. Hoffen wir mal, dass ihr im Club verschiedene Boote habt und du nicht die ganze Zeit dieselbe Stelle triffst und immer wieder neu aufreißt.

Was genau beißt dich da eigentlich?

Credit: Rudern AT, richtige Einstellung der Rollbahn

Schauen wir uns das mal genauer an. Eine Rollschiene besteht aus zwei Metallstangen, die eine Schiene bilden. Zwischen den beiden Stangen ist der Kanal, in dem sich dein Sitz vor und zurück bewegt. Das Ende wird von einem Plastikstopper blockiert, der deinen Sitz bei der Rückwärtsbewegung stoppt. Wenn du Glück hast, ist dieser Plastikstopper so ausgelegt, dass er auch die scharfen Kanten abdeckt. Wenn nicht, gibt es nichts was zwischen dir und dem abgesägten Ende einer Metallstange steht.

Früher waren diese Metallstücke oftmals abgefeilt und der Läufer unten abgeflacht. Manchmal waren die Rollschienen sogar extra lackiert, um keine rauen Kanten zu haben. Schaue dir dein Boot jetzt mal genauer an. Fahre mal mit deinem Finger – aber vorsichtig (!) – entlang der Vorderseite deiner Schienen. Sind die einfach abgesägt oder besonders geformt? Sind sie rau oder doch eher glatt? Ist der Stopper einfach nur im Kanal oder läuft er um die Enden der Schiene? Wenn nicht, kannst du ihn durch einen ersetzen der es tut?

Andere Probleme oder auch “Schauen wir uns jetzt mal deine “Rückseite“ an”

Ein „Rudererhintern“ ist eine schmerzhafte Angelegenheit, die hervorgerufen wird, wenn Ausrüstung und weiche Körperteile zu “nah aneinandergeraten”. Dies kann entweder passieren, wenn man am Ende des Ruderschlags zu schnell ablässt und das Steißbein gegen den etwas höheren Teil des Sitzes drückt. Oder wenn die Oberschenkel gegen die Kante des Sitzes drücken. Beides schmerzhaft auf die jeweils eigene Art und Weise. Hier kann der Tausch der Sitzschale Wunder bewirken.

Warum das Bootsdesign angepasst werden sollte

Alle unsere Möglichkeiten sind aber eigentlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ist es nicht eigentlich Zeit unsere Probleme denen zu überlassen, die sie langfristig lösen können- also den Bootsbauern? Wir rudern jetzt wie lange auf Sitzen, die sich bewegen? Und sie haben immer noch nicht rausgefunden, dass wir unsere Beine am Ende des Ruderschlags durchdrücken? Klar, in kleinen Booten gibt es da sicher Platzprobleme. Aber im Vierer? Oder im Achter? Warum kann man die Schienen nicht an der Bootswand platzieren? Dann stören sie nicht, egal wie wir unsere Beine bewegen. Die Idee gab es ja schon mal, aber hat sich irgendwie nicht durchgesetzt – habt ihr eine Ahnung warum?

Was sind eure Erfahrungen damit?

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