Strömende Gewässer – Rudern und Steuern am Fluss

Rudern in strömenden Gewässern

Viele Ruderclubs haben ihren Standort am strömenden Gewässer und rudern am Fluss. Flüsse, auch wenn sie gestaut sind haben immer Strömung. Und das setzt besondere Steuerfähigkeiten der Ruderer voraus.

Zur Strömung: Den Bereich mit der stärksten Strömung eines Flusses nennen wir Stromstrich. Er liegt auf geraden Strecken etwa in der Mitte, sonst in den Außenkurven.

Wenn wir den Fluss hinunter fahren, versuchen wir die bestmögliche Strömung in der Mitte bzw. der Außenkurve auszunutzen, bei der Bergfahrt dagegen (also gegen die Strömung) versucht man sich außerhalb des Stromstriches am Ufer und soweit wie möglich in der Innenkurve zu halten, wobei man mit Gegenverkehr und Untiefen (Sandablagerungen in der schwächsten Strömung) rechnen muss.

Der Umgang mit der Strömung will geübt sein; Wenn Ihr wissen wollt, was alles zu beachten ist, lest weiter:

Rudern in strömenden Gewässern: Die elementaren Regeln auf dem Fluss

  • Ein Boot lässt sich nur dann steuern lässt, wenn es schneller ist als das umgebende Wasser.
    Aussenkurven haben die meiste Stzrömung. Credit: DLRG
  • Je stärker die Strömung, desto grösser der Unterschied den man durch vorteilhaftes Steuern erzielen kann.
  • Strömung kann zum Vorteil der Crew genutzt werden.
  • Strömungsgeschwindigkeit eines Flusses ist abhängig von Gefälle, Wassermenge, Breite und Tiefe.
  • Auf einem geraden Fluss ist die stärkste Strömung (Stromstrich) in der Flussmitte, sie wird aber bei Flusskurven  nach aussen hin verlagert.
  • S-Kurve: siehe Bild. Wie konkret gerudert wird, kann ist auch abhängig von u.a. Schifffahrt, Wind und Sicht (etc.)
  • Bergwärts ist ein Ruderboot gut steuerbar. Talwärts ist ein Ruderboot nur Steuerbar, wenn es schneller ist als das Fliessgewässer
  • Einwassern und landen immer bergwärts (unter normalen Windbedingungen)
  • Bei Steigung der Wasserpegel ist vermehrt auf Treibholz zu achten.

 

Wo läuft die stärkste Strömung?

Wie nütze ich als Steuermann/Steuerfrau strömende Gewässer zu meinem Vorteil?

  1. Im Generellen – Steuern bedeutet immer Geschwindigkeitsverlust (Steuern ist Bremse) und Störung der Gleichgewichtslage der Mannschaft. Deshalb soll so wenig wie möglich und mit leichten Einschlägen gesteuert werden.
  2. Bei der Bergfahrt wird so nah wie möglich am Ufer entlang gefahren, damit die bremsende Wirkung der Strömung am wenigsten Einfluss hat. Wird der Bug nur etwas in Richtung Flussmitte gerichtet, versetzt die Strömung das schräg aufgerichtete geruderte Boot Richtung anderes Ufer.
  3. Bei der Talfahrt wird die Strömung im Idealfall so viel wie die Sicherheit (z.B. Gross-Schifffahrt) das zulässt, genutzt durch mittig zu fahren.

Uferwechsel:

Rudern in strömenden Gewässern hat auch Uferwechsel zur Folge: Bei einem eventuellen Uferwechsel kann uns die Strömung helfen: Der Bug wird dabei etwas in Richtung Flussmitte gegen die Strömung gerichtet, diese versetzt dann das schräg gerichtete,  geruderte Boot zum anderen Ufer.

  1. Die Wende – Besonders bei langen Boote (Vierer 11.70- 12.80m und Achter 16.5-17.75m) kann gutes Steuern grosse Vorteile verschaffen. Für die Wende bei der Bergfahrt bringt der Steuermann / die Steuerfrau den Bug in die Strömung und lässt das Heck in ruhigeres Fahrwasser. Die Strömung nimmt den Bug vom Boot mit in der gewünschten Richtung und erleichtert die Mannschaft die Wende. Für die Wende bei der Talfahrt wird das Boot bewusst an der gewünschten Seite des Stromstriches gesteuert wonach den Bug aus der Hauptströmung gebracht wird. Das Heck kommt damit im Stromstrich. Der stärkere Strömungsdruck auf das Heck unterstützt die Mannschaft bei der Wende.
Binger Loch
Veränderung der Strömung: Flussmündungen. Credit: RV Esslingen
  1. Beim Anlegen – Auch hier ist es den Winkel zur Strömung die die Annäherungsgeschwindigkeit bestimmt. Sicherlich beim ansteigenden Pegel und Grossboote ist den Strömungseinfluss nicht zu missachten und im Vorteil des Teams einzusetzen..

Fazit: „Weniger ist mehr“.  Ein guter Steuermann / Steuerfrau beeinflusst das Boot so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Jede Steuerhandlung bremst das Boot.  Vorteile der Strömung werden gewonnen durch die Strömung für dich statt gegen dich arbeiten zu lassen. Der Steuermann/Steuerfrau macht damit einen entscheidenden Unterschied.

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